Inhaltsstoffe

Gesunde Zusammensetzung

Brot versorgt unsern Körper mit lebensnotwendigen Nähr- und Wirkstoffen und ist deshalb für unsere Ernährung unentbehrlich. Nährwert und Nährstoff-Zusammensetzung sind von mehreren Faktoren abhängig: in erster Linie vom Ausmahlungsgrad des Mehles, aber auch von der Herkunft sowie der Art des Getreides. Je höher der Ausmahlungsgrad, desto mehr wertvolle Inhaltsstoffe aus dem Weizenkorn sind im Brot noch vorhanden.

100 Gramm Brot enthalten:

  • 50 g Kohlenhydrate
  • 7–9 g Eiweiss
  • 1 g Fett: Brot allein macht also nicht dick!

Kohlenhydrate

Brot besteht aus 50% Kohlenhydraten, wobei Stärke den Hauptteil ausmacht. Nur 2–4% sind einfache Zucker. Dank der Nahrungsfasern, die reichhaltig im Brot vorkommen, steigt der Blutzuckerspiegel in langsamem Tempo, bleibt aber längere Zeit erhöht. Wenn wir Brot gegessen haben, fühlen wir uns anhaltend gesättigt, und der Körper kann eine ausgeglichene und andauernde Leistung erbringen. Das machen sich nicht nur Sportler/innen zunutze, wir alle profitieren davon: bei der Arbeit im Büro, im Haushalt oder im Laden, auf dem Bau, in der Bank, in der Werkstatt und natürlich auch in der Freizeit. Besonders wichtig ist Brot auch für Kinder in der Schulpause, denn vor allem aktive Kinder, die in der Pause ausgelassen spielen und toben, benötigen mehr Energie und damit auch mehr Kohlenhydrate als Erwachsene.

Anders verhält es sich bei den einfachen Zuckern. Sie dringen sofort und hochkonzentriert in den Kreislauf, lassen den Blutzuckerspiegel rasch ansteigen und regen die Insulinproduktion stark an. Doch sehr bald sinken Glukosespiegel und Leistung ab, sodass wir schon bald wieder Hunger verspüren.

Vollkorn- und Mehrkornbrot sättigt besser als Weissbrot

Das Sättigungsgefühl hängt von verschiedenen Faktoren ab, die bis heute nicht alle restlos geklärt sind. Anhand diverser Studien konnte jedoch bewiesen werden, dass Brot mit intakten Körnern oder Getreideflocken länger anhaltend sättigt als Brot aus denselben, aber vermahlenen Zutaten. Intakte Körner verzögern die Magenentleerung und schliessen die Stärke in Fasern ein, sodass der Blutzuckerspiegel über längere Zeit nur langsam ansteigt. Grössere Mengen von löslichen Nahrungsfasern wirken ähnlich. Sie bilden im wässrigen Milieu des Nahrungsbreis ein zähflüssiges Netzwerk. Die Verteilung von Verdauungsenzymen zu ihren Nährböden wird behindert, und der Stärkeabbau verzögert.

Mehrkornbrot weist deshalb einen höhern Anteil löslicher Fasern auf als reines Weizenbrot und erzeugt einen langsameren, weniger hohen Blutzuckeranstieg, das heisst eine länger anhaltende Sättigung. Brot, vor allem Vollkorn- und Mehrkornbrot, ist folglich nicht nur gesund, es sättigt auch sehr gut.

Im Gegensatz zu früher herrschenden Meinungen können Kohlenhydrate in unserem Körper kaum in Fett umgewandelt werden. Brot, vor allem Vollkornbrot, macht uns satt und liefert Energie. Da Normalbrot einen geringen Fettgehalt aufweist und trotzdem sättigt, ist es ein idealer Energiespender.

Eiweiss

Nach Fleisch und Milch ist Brot unser drittwichtigster Eiweisslieferant; 15–20% des täglichen Proteinbedarfs werden durch Brot gedeckt. Getreide, kombiniert mit Milch und Milchprodukten stellt eine optimale Proteinkombination dar.

Vitamine

In der modernen Ernährung spielen Vitamine eine nicht zu unterschätzende Rolle. Vitamine sind lebensnotwendige, organische Substanzen, die Lebensvorgänge wie Wachstum und Fortpflanzung ermöglichen. Da Vitamine nicht oder nur unzureichend vom Körper selbst gebildet werden, muss der Mensch seinen Vitaminbedarf mit der Nahrung decken.

Brot ist besonders wichtig für die Versorgung unseres Körpers mit den Vitaminen der B-Gruppe. Verglichen mit Milch oder Fleisch liefert Brot nicht nur am meisten, sondern auch am kostengünstigsten die folgenden Vitamine:

  • Vitamin B1 (Thiamin), das zur Erhaltung des Stoffwechsels der Kohlenhydrate sowie zur Bereitstellung der Energie gebraucht wird. Es ist zudem mitverantwortlich für die Funktionstüchtigkeit der Nerven und der Herzmuskulatur.
  • Vitamin B2 (Riboflavin) ist an den Stoffwechselvorgängen zur Energiegewinnung beteiligt; es spielt eine Rolle beim Wachstum sowie beim Eiweissstoffwechsel und beeinflusst auch die Blutbildung.
  • Niacin, ebenfalls ein B-Vitamin, besitzt zahlreiche Funktionen im Gesamtstoffwechsel und ist auch wichtig für das Nervensystem.
  • Vitamin B6 braucht es für den Eiweissstoffwechsel sowie für die Blutbildung und das Nervensystem.

Mineralstoffe

Brot ist auch reich an den folgenden Mineralstoffen:

  • Calcium: ist ein wichtiger Bestandteil/Baustein von Knochen und Zähnen
  • Kalium: wird zur Regulation des Wasserhaushaltes, für den Ausgleich des Säure-Basenhaushaltes sowie für die Muskel- und Nervenreizbarkeit benötigt
  • Magnesium: ist Bestandteil von Knochen und Zähnen und äusserst wichtig für den Energiestoffwechsel sowie für die Muskelfunktion
  • Eisen: ist notwendig für die Blutbildung sowie für den Transport von Sauerstoff in die Zellen

Wie die Vitamine befinden sich auch die Mineralstoffe in den Randschichten des Getreidekeimlings, ihr Anteil schwankt je nach Brotsorte. Vollkornbrot enthält logischerweise die meisten Mineralstoffe.

Spurenelemente

Das Spurenelement Selen ist ein wichtiger Bestandteil von mehreren Enzymen, die zusammen mit den Vitaminen C und E sowie ß-Carotin ein antioxidatives Schutzsystem bilden, das die Zellen vor schädigenden Einflüssen durch Sauerstoff und Radikale bewahrt. Unterversorgung mit Selen über lange Zeit kann zu einer erhöhten Anfälligkeit für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und gewisse Tumorarten führen.

Ballaststoffe

Kein unnötiger Ballast sind die Ballaststoffe, auch Nahrungsfasern genannt, die ebenfalls im Brot vorkommen. Sie stammen von den Randschichten des Getreidekorns und können vom menschlichen Verdauungstrakt nicht aufgespalten werden. Sie liefern also keine Energie und werden im Darm nicht abgebaut. Dank ihrer physikalischen Eigenschaften erfüllen Sie jedoch wichtige Funktionen. Sie sorgen für ein lang anhaltendes Sättigungsgefühl, regen die Darmtätigkeit an und wirken verdauungsregulierend.